Ein Masterstudiengang Implantologie ist eine Ausbildung, die nach den europaweit geltenden Bologna-Kriterien durchgeführt wird und an deren Ende der Akkreditierungsrat der Kultusministerkonferenz den Titel anerkennt. Die meisten universitär graduierten und zertifizierten Master im Bereich Implantologie haben sich in einem Masterverband zusammengeschlossen. In der Berufspraxis ist das Gewicht der langen universitären Ausbildung mit ihren vielen Anforderungen und Prüfungen nicht zu unterschätzen.
Vorteile des Masters für Implantologie
-Umfassende chirurgische Grundlagen-Bildung
-Universitäre, postgraduierte Ausbildung
-Aneignung entsprechender Kenntnisse in spezieller Implantologie
-Berücksichtigung mehrerer Universitäten
-Postgraduierten-Ausbildung, welche der Wissenschaftsrat anerkennt
-Europäische Anerkennung
-Zertifizierte Sicherheit und Qualität
-Masterqualifikationen
Seit der Einführung des Masters im Zuge des Bologna-Prozesses bieten einige Universitäten den Masterstudiengang Implantologie an, teilweise ist es der erste angebotene Masterstudiengang überhaupt (zum Beispiel an der Universität Münster). Titel werden durch die entsprechende Postgraduierten-Qualifikation unter anderem von der europäischen Universität im österreichischen Krems, der privaten Berliner Steinbeis-Hochschule, der Universität Wien und der DGI in Hannover (Deutsche Gesellschaft für Implantologie) vergeben.
Abgrenzung zur Implantologen ohne Masterabschluss
Es gibt Vereine von Implantologen ohne Master, hier fehlt oft die kontrollierte Grundlagenausbildung, eine zertifizierte Prüfung hat nicht stattgefunden. Die Zahnärzte haben sich selbst weiterqualifiziert, es fanden jedoch keine Überprüfungen statt, was die Sicherheit unter Umständen beeinträchtigen kann. Allerdings haben sich Vereine von Implantologen gebildet, unter anderem BDIZ, DGOI, DGI, DGZI, die teilweise Implantologen per Anmeldung und Beitragszahlung aufnehmen, teilweise inzwischen den Masterstudiengang anbieten wie etwa der DGI. Nominell sind etwa die Hälfte aller deutschen Zahnärzte Implantologen, künftig werden Patienten allerdings auf den Masterabschluss verstärkt achten.
Masterstudiengang an der Steinbeis-Hochschule
Die private Steinbeis-Hochschule in Berlin wurde 1998 gegründet, sie genießt Universitätsstatus. Unter anderem hier wird der Masterstudiengang Implantologie angeboten. Schwerpunkte des Studienganges sind Wissenschaft, Praxisorientierung und Transferkompetenz im Bereich der Gesichts-, Zahn-, Kiefer- und Mund-Implantólogie, Parodontologie, ästhetische Zahnheilkunde und Endodontologie. Die Universität strebt wissenschaftliche Originalität, einen hohen Innovationsgrad, Projektkompetenz und eine große Praxisnähe in der Ausbildung an. Es wird höchstes internationales Niveau angestrebt, mit zahlreichen europäischen Universitäten werden enge Kooperationen gepflegt. Die Studiengänge werden für Zahnärzte berufsbegleitend durchgeführt. Ein zweijähriges Projekt-Kompetenz-Studium schließt mit dem Master of Science ab, zu den Wahlpflichtfächern gehören Esthetic Dentistry, Periodontology und Oral Implantology. In dieser Form läuft der Masterstudiengang Implantologie an sämtlichen Universitäten ab.